Vorbereitungen

Bevor Du zu Deinem neuen zukünftigen Arzt gehst, gibt es eine ganze Menge an Dingen, über die Du nachgedacht haben solltest.

 

 

„Terminergatterung“

 

Sehr plump formuliert, aber häufig nicht bedacht: Viele Rheumatologen haben lange Wartezeiten für Neupatienten – teilweise bis zu einem Jahr. Auch deshalb ist Transition nicht erst mit der Volljährigkeit ein Thema!

Vielleicht fragst Du Deinen Kinderarzt beim nächsten Termin, ob er eine Empfehlung für Dich hat.


 

Rekapitulation Deiner Erkrankung

 

Viele von uns leben mit ihrer rheumatischen Erkrankung schon nahezu ihr ganzes Leben – und waren in dieser Zeit auch immer beim gleichen Arzt. Bedenke, dass ein neuer Arzt Deine Krankheitsgeschichte nicht kennt und in der Regel weder Zeit noch Lust hat, über 15 Jahre alte Arztbriefe zu lesen.

 

Im Optimalfall hast Du die Möglichkeit an einer so genannten Transitionsprechstunde teilzunehmen: Hier triffst Du Dich mit Deinem Kinderarzt und Deinem zukünftigen Rheumatologen, um die wichtigsten Aspekte Deiner Erkrankung zusammenzufassen und weiter zu geben.

 

Falls dies nicht der Fall ist, bist Du beim ersten Termin umso mehr gefordert: Es wird von Dir als Erwachsener erwartet, dass Du Dich mit Deiner Erkrankung auskennst und eine kurze Zusammenfassung geben kannst. Kennst Du zum Beispiel Deine „fachchinesische“ Diagnose und Deine aktuellen Medikamente mit Dosierungen?



Zeitmanagement

 

Rheumatologen haben sehr viel weniger Zeit für jeden Patienten, als Dein Kinderarzt. In der Regel, gibt es ein ausführliches Erstgespräch. Folgetermine können aber auch schon mal in 10-15 Minuten erledigt sein.

 

Umso wichtiger ist es, dass Du Dir vorher Gedanken gemacht hast, was Du ansprechen möchtest und dies auch eigenständig tust. Gibt es Probleme mit Medikamenten? Tun Dir bestimmte Gelenke in letzter Zeit besonders weh? Oder brauchst Du einfach nur ein neues Rezept?

Hier gilt das Motto: „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!“

 

Apropos Zeitmanagement: Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Du selbst an einen Termin denkst, den Du schon lange im Voraus gemacht hast? Richtig blöd ist nämlich, wenn Du den Termin verschwitzt und dann nochmal 4 Wochen  oder sogar länger auf einen Neuen wartest.


Der 1. Termin beim neuen Arzt

Wenn Du mit entsprechender Vorbereitung zu dem ersten Termin beim neuen Arzt gehst, kann eigentlich nichts schief gehen.

Beim ersten Termin ist es manchmal ratsam, eins deiner Elternteile oder eine andere Vertrauensperson mitzunehmen. Sie sollen in dem Gespräch keine aktive Rolle einnehmen, aber können Dir Sicherheit vermitteln und vielleicht ein Stichwort geben, wenn Du etwas nicht sofort weißt. Denn klar ist auch, dass man in die aktive Gesprächsführung erst einmal reinwachsen muss.