Der Begriff Rheuma ist eigentlich nur ein Überbegriff für mehr als 200 verschiedene Krankheitsbilder. Meist sind damit Schmerzen und Entzündungen am Bewegungsapparat gemeint: z.B. an Gelenken, Muskeln, Sehnen oder Bändern. Aber auch innere Organe, die Haut und Augen können entzündet sein.

 

Wenn wir von Rheuma mit Beginn im Kindes- und Jugendalter sprechen, meinen wir vor allem die „Juvenile Idiopathische Arthritis“ oder kurz JIA:

 

Juvenile = kommt bei Kindern und Jugendlichen vor

 

Idiopathisch = die eigentliche Ursache ist unbekannt

 

Arthritis = Entzündung an den Gelenken

 

In Deutschland sind ca. 15.000 Kinder und Jugendliche von einer rheumatischen Erkrankung betroffen.

Bei Erwachsenen werden andere Krankheitsbegriffe für die rheumatische Erkrankung verwendet, wie „rheumatoide Arthritis“ oder „chronische Polyarthritis“.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Typische Beschwerden äußern sich durch Schmerzen an den Gelenken, eingeschränkte Beweglichkeit, Rötung oder Schwellungen der Gelenke. Seltener treten Fieber, Hautveränderungen, Organsymptome oder Augenentzündungen auf.

 

Rheuma ist eine Schuberkrankung, d.h. sie verläuft in wellenartigen Phasen - mal gut, mal schlecht. Wann ein neuer Schub beginnt, ist nicht vorhersehbar und von vielen Faktoren abhängig.

Du siehst: jeder hat sein eigenes Rheuma und der Verlauf ist bei jedem unterschiedlich!

Was passiert bei Rheuma im Körper?

Die juvenile idiopatische Arthritis zeigt sich meist durch eine Entzündung in einem oder mehreren Gelenken. Das Immunsystem ist normalerweise für die Abwehr von Krankheiten zuständig. Bei einer Entzündung besteht ein zu stark arbeitendes Immunsystem, welches ohne Grund den eigenen Körper angreift. Man kann auch sagen: „Fehlalarm“.

Das Immunsystem greift Stoffe in der Gelenkinnenhaut an, wodurch eine Entzündung entsteht. Hierbei sammelt sich Flüssigkeit an, wodurch die Gelenke anschwellen, schmerzen, warm und rot werden können und letztendlich nicht mehr richtig funktionieren.